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Min Heimatsleed
Text: Peter Wiepert, Bisdorf (original Fehmarn platt)
Ins hochdeutsche von: EBW
Die Ostsee wo mein Heimatland
Mein Fehmarn oben am Ostseestrand
Es liegt dort friedlich und allein!
Grad wie im Paradies, so fein.
Trag' ich auch manchmal Weh' und Schmerz',
Die Heimat liegt mir tief im Herz'.
Wo ich auch bin auf dieser Welt
Preise ich mein Heim im Fehmarn-Belt.
Schwarzköpf'ge Möwen am Ufer-Reich
Kibitze nesten hinter'm Deich -
"Kloshanken" sich auf Wellen wiegen
Wildenten und Gänse zum Norden fliegen;
Wö Kies und Seedang am Strand an-spül'n,
Am Leuchturm entlang die Schiffe segeln,
Der Fischer Dorsch und Goldbutt fangt
Da ist mein fehmarnsch' Heimatland.
Der Weizen scheint wie Gold so gelb,
und blinkert in der Sonne hell;
am Landweg grünen Weidenbäume,
auf Wiesen blühen bunte Blumen.
Im Feld stehen in langen Reihen
Fehmarnsche schwartbunte Rinder,
der Bauer pflügt mit vier Pferden
Furchen in mürbe, fruchtbare Erden.
Wo Heimatsort und Heimatsart
Von alten Zeiten her bewahrt;
ein jeder zu seiner Heimat hält,
sich stolz als Fehmeraner fühlt. -
Und wo die Leut, noch treu und wahr,
die Heimat heilig immerdar,
Heimatslieb, mit gold,nem Klang,
da ist mein liebstes Fehmarnland.
Min Heimatsleed
Text: Peter Wiepert, Bisdorf (Fehmarn plattdütsch).
Min Heimat an de Waterkant,
Min Fehmarn bav'm an'n Ostseestrand;
Dor liech wi freedlich und alleen!
Grad' as in Paradies, so schön.
Trag' ich auch manchmal Weh' und Schmerz',
De Heimat liech mi deep an't Hart'.
Wo ik og henkaam in de Welt
Pries ik min Knuus an Fehmarn-Belt.
Ji Landslüd bin un buten Lann,
uns Heimat hett uns all in Bann;
wenn uck dat Schicksal stött un driff,
de Heimatsleev verlüs man nich;
De is gra as sunn fleeten Sot,
giff ümmer weller Kraft und Mot.
Un ist man noch so twei un wund,
de Heimat mak een weller jung.
Dat Weeten schient as Gold ganz gel,
un blänkert in de Sünn so hell;
an Lannweg grönt de Wichelbäum,
neern in de Wiesch bleuht Mardelblöm.
Op Feld dor staht in lange Reeg
op Tüller Fehmarnsch schwartbunt Keuh,
de Bur pleug mit veer Peer an Strang
Foeren in't muerbe, fruchtbar Land.
Bün ick naher mal old un op,
un segg uns Herrgott: "Nu hol stopp!
Du hest nu lang nuch streev un schaff,"
Denn graw in fehmarnsch Eer min Graff,
Denn leggt mi bi min Oellern hen
un schriev düß Wör op’n Liekensteen;
"Hier hett en Fehmeraner Jung
sin blieben Sted un Heimat funn."
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