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By: E. Bügge-Wood.

Als ich noch ein Kind war und die Erntezeit kam heran wurde es sehr lebhaft in unserem Dorf Wulfen auf der Insel Fehmarn. Alle Leute im Dorf haben zusammen gearbeitet. Den Kindern wurde es auch erlaubt mitzumachen. Wir durften mit aufs Feld. Da hatten die Leute schon das Korn geschockt und in Hocken aufgestellt, jedes Feld hatte gewisses Korn; wir Kinder saßen auf den Pferden und ritten von Hocke zu Hocke. Die Männer haben die Garben auf den langen Leiterwagen geladen und andere Leute waren auf dem Wagen und haben die Garben eins nach dem anderen gestapelt. Großvater gab uns besonderen Befehl: “Man vorsichtig, daß ihr nicht vom Pferd fallt. Aber wir Kinder waren vorsichtig und hauptsächlich stoltz.

Die Pferde wurden geschirrt und angespannt. Jedes Geschirr hatte einen Namen, wir mußten lernen wie man den Zaum anmacht und wie man die Leine hält. Die Pferde waren auch nicht dumm. Wir Kinder lernten dies schon in unseren frühen Kinderjahren. Es gab für alle Kinder eine gewisse Verantwortung. Wir Kinder fühlten uns recht wichtig in dieser Zeit. Die Frauen schickten große Körbe mit frisch gebackenen Kroepeln, und alle durften mit essen. Es gab viel Schweiß, aber auch viel Spaß. Die Männer bekamen ihr Erntebier zu trinken und alle bekamen gutes Essen.

Wenn das letzte Fuder in die Scheune kam dann wurde gefeiert. Die Frauen hatten schon Kräntze mit langen Schleifen gebunden. Auf dem Wagen war ein Mann mit einer Handharmonika und spielte alte Lieder und wir haben alle gesungen. Das letzte Fuder nannten wir “Juchfuder”. Alle Leute im Dorf wußten, daß der Bauer seine Ernte unter Dach und Fach hatte. Der Krantz wurde an die Scheune gehangen und dann wurde gefeiert. Das gab ein Jubel und Trubel im Dorf. Dann kamen alle Leute aus dem Dorf zusammen und haben auf dem Hof mit gefeiert. Alle Menschen waren wilkommen.