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Als der Magistrat die Misthaufen verbot....

 

Fehmarn * Historische fehmarnsche Kurznachrichten Teil XVI. Notiert nach Aufzeichnungen im Burger Stadtarchiv und zusammengetragen von Karl-Wilhelm Klahn:

Vor 14000 Jahren:

Das Schmelzwasser der zu Ende gehenden letzten Eiszeit reißt das Urstromtal der Trave und schneidet einen Abflussgraben von dem heutigen Travemünde durch die noch wasserfreie Luebecker Bucht und den östlichen Höhenzug Fehmarns (spätere Steilküste von Katharinenhof) vorbei bis zur "Baltischen Senke", wo sich das heute 439 Meter tiefe "Gotlandbecken" mit süßwasser füllte und die Anfänge unserer Ostsee bildete.

8. Oktober 1545:

Herzog Johann von Schleswig und Holstein gibt seinen "getruen Underdan" kund, daß er zwecks Rüstung (gegen Dithmarschen) einen allgemeinen Pflugschatz" Kriegssteuer) von "veer Gulden in muente vor jeden Ploog"  zum St. Andreastag einfordert.

1660:

Die uralte fehmarnsche Steuerzahlung für 300 "Steuerpflüge", zeitweise ermäßigt, wird 1660 auf das Landmaß "Droemsaat" (nach Bonitaet, ca 1 Hektar) umgestellt.

1670:

Der Gottorfer Herzog Christian Albrecht (Gründer Kieler Universität) mußte dem dänischen König Christian V. die Lehnshoheit über die Insel Fehmarn anerkennen.

Einwohner 1730:

Burg 1073, Petersdorf 529, Dänschendorf 379, Puttgarden 289, Lemkendorf 205, Staberdorf 196, Bisdorf 180, Landkirchen 161, Strukkamp 159, Bannesdorf 156.

1821:

Der Magistrat verbietet die Misthaufen "Auf dem Schilde" des Marktplatzes.

1856:

Es wird die Hochfelder Mühle von 32 Bauern als Aktiengesellschaft errichtet.

1887:

1887 ließ Postmeister Berg die schmale Priesterstraße zum Eingang nach Burg verbreitern, deshalb fehlen hier auch eine Reihe der 1847 vom Bierwirth gepflanzten Linden.

1901:

Der Verschönerungsverein der Stadt beschloß zwei Schwäne für den Berger-End Teich anzuschaffen und ein hübsches Schwanenhäuschen von Zimmermeister Pries zu erstellen.

1904:                                                                                                 

Der Burger Kapitän Hans Ruser erhält als Führer des Südpolar-Forschungs Schiffes "Gauss" von Kaiser Wilhelm II. den "Roten Adlerorden" (wie Hauptmann Mellenthin 1864).

28. März 1905:

Leichenkleidung mit passenden Kissen, billiger und besserer Ausf., H.C. Olderog.

1913 bis 1926 ist der erste Schulrektor der Burger Mittelschule Detlef Drenckhahn, 1926 - 1934 Ernst Sievers, 1934 - 1938 Karl Jessen, 1938 - 39 Claus Franzenburg, 1939 - 1943 Otto Rohweder, 1943 - 1945 Emil Polchow, 1947 Erich Koglin, 1947 - 1955 Wilhelm Quednau, 1955 - 1964 Arthur Schweichler, 1964 - 1989 Günther Dwenger und ab 1. Maerz 1989 ist Harald Obloch der Schulleiter der 1966 in Realschule umbenannten fehmarnschen Lehranstalt.

4. Juli 1916:

Bei Herrn Gastwirt Albert in Bannesdorf blüht die legendäre Friedenspappel.

3. Dezember 1916:

Jakob Treimer verkauft seinen 88 Hektar großen Bauernhof auf dem Süderende für 360,000 RM an Nico Mackeprang aus Staberdorf.

1. Oktober 1924:

Hofbesitzer Ernst Witte in Strukkamp erwarb ein 600 Tons großes Segelschiff, einen Viermasterschoner, der unter dem Namen "Margarethe Witte" eine Seereise nach Amerika antreten soll (von der Kuestenwacht der USA aufgebracht/ Zeit der Prohibition!)

1937:

Die Stadt Burg besitzt für den Strandverkehr drei Büssingbusse mit je 45 PS, sie werden von den Bediensteten des städtischen Elektrizitätswerks gefahren. Oberlotse Schwenn betreibt mit drei Motorbooten eine florierende Schiffslinie, Burgstaaken - Burgtiefe.